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	<title>thoughts about… &#187; wertigkeit</title>
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	<description>meine gedanken und ich.</description>
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		<title>&#8230;wertigkeit im digitalen zeitalter</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 20:21:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>henrikg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<category><![CDATA[wertigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Da ich noch an meinem persönlichen re:publica-Rückblick schreibe, möchte ich diesen kleinen Gedanken davon losgelöst schon mal mit meiner Leserschaft teilen:
Woher kommt es, dass es für uns Kopfarbeiter so schwer ist, für unsere Arbeit vernünftig entlohnt zu werden?
(Disclaimer: Das ist verallgemeinert. Es gibt durchaus auch Kunden, denen die Mühe digitaler Arbeit bewußt ist, und wo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich noch an meinem persönlichen re:publica-Rückblick schreibe, möchte ich diesen kleinen Gedanken davon losgelöst schon mal mit meiner Leserschaft teilen:</p>
<p>Woher kommt es, dass es für uns Kopfarbeiter so schwer ist, für unsere Arbeit vernünftig entlohnt zu werden?<br />
<em>(Disclaimer: Das ist verallgemeinert. Es gibt durchaus auch Kunden, denen die Mühe digitaler Arbeit bewußt ist, und wo die gleich geschilderten Probleme nicht auftauchen.)</em></p>
<p>Ich bin Webdesigner. Grafiker. Konzepter. Nennen wir es, wie wir wollen, ich bin jedenfalls kein Handwerker im klassischen Sinne. Und genau das macht es für mich so schwierig, meine Arbeit angemessen entlohnt zu bekommen. Man hört so oft Aussagen wie beispielsweise &#8220;Ach, das musst du doch nur eben mal programmieren&#8230;&#8221; oder &#8220;Dann da noch schnell ein Bild rein, das dauert ja nicht lange&#8230;&#8221; oder auch gerne &#8220;Ich hab mir das so und so gedacht, das musst du ja nur schnell umsetzen&#8221;. Die Liste kann ich beliebig fortsetzen.</p>
<p>Wenn man den entsprechenden Leuten dann einen marktüblichen und fairen Preis nennt, fallen diese meiste recht schnell aus allen Wolken. Und der Grund, den ich dafür ausgemacht habe, ist ein Phänomen, was ich &#8220;Schreiner-Problematik&#8221; getauft habe. Folgendes:</p>
<p>Wenn ich als Kunde zu einem Schreiner gehe und sage &#8220;Lieber Schreiner, mach mir doch bitte einen Tisch und sag mir was es kostet&#8221;, dann könnte der Schreiner beispielsweise &#8220;Natürlich lieber Kunde, hier schau mal, diese Eiche, da geh ich jetzt hin und klopf dir deinen Tisch da raus. Du siehst, das dauert seine Zeit und deswegen kostet es auch ein wenig mehr, als wenn du etwas von der Stange kaufen würdest&#8221; antworten. Alles wäre klar, unter Inaugenscheinnahme des Holzklotzes kann auch ich als Laie nachvollziehen, dass es wohl eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen dürfte, bis der Tisch fertig ist. Also zahle ich den geforderten Preis, denn man möchte den Handwerker ja nicht beleidigen.</p>
<p>Was aber passiert jetzt, wenn dieser Dialog mit einem Webdesigner geführt wird? Der Kunde gibt einen Auftrag, ich nenne einen Preis, er wird natürlich einen der oben genannten Sätze sagen und versuchen mich im Preis zu drücken.</p>
<p>Warum?</p>
<p>Ganz einfach: Der Kunde hat nichts in der Hand. Es gibt einfach keinen Holzklotz, den er sich anschauen kann und sagen kann &#8220;Oha, das sieht nach Arbeit aus&#8221;. Für ihn gibt es nur die am Ende stehende Datei, das Bild, die Webseite oder was auch immer. Den Entstehungsprozess, der ja im Wesentlichen im Rechner oder im Kopf stattfindet, bekommt der Kunde wenn überhaupt nur in sehr eingeschränktem Maße zu Gesicht – eben anders als bei dem Klotz Holz.</p>
<p>Und das macht es für viele nach meiner Meinung so schwer, für digitale Dienstleistungen einen angemessenen Preis zu zahlen. Der Wille, digitale Dienstleistungen als wirkliches Handwerk zu begreifen (Denn das ist es, jawohl. Leicht daran zu erkennen, dass ich mich mit der IHK beschäftigen durfte, als ich ausgebildet wurde.) ist leider noch nicht sehr ausgeprägt.</p>
<p>Nebenbei bemerkt glaube ich, dass uns diese Denkweise, wenn sie sich nicht radikal verändert, in ein paar Jahren vor gewaltige Probleme stellen wird. Was passiert, wenn digitale Bücher sich durchsetzen? Wenn es immer weniger CDs geben wird? Nur weil wir etwas nicht anfassen können, ist es doch nicht weniger wert.</p>
<p>Daher glaube ich, dass ein Paradigmenwechsel stattfinden muss – weg von dem Gedanken, dass nur haptisch Erfahrbares wirklich Wertvolles beinhaltet und hin zu einer Denkweise, die die kreative Leistung – egal, ob sie sich in etwas Sächlichem oder etwas rein Digitalem niederschlägt – zu würdigen weiß und diese Leistung auch entsprechend belohnt.</p>
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