Poken

…2019

February 18th, 2009

Das Stichwort lautet Paradigmenwechsel. Deshäufigeren habe ich mich schon gefragt, was wohl in 10 Jahren sein wird. Vor allem wie die Medienlandschaft 2019 aussehen wird. Daher habe ich mich einfach mal dazu entschlossen, meine ganz persönliche Meinung zu ein paar Fragen kundzutun und damit vielleicht zur Diskussion anzuregen.

Wird es noch gedruckte Zeitungen geben?

Ich persönlich denke: eher nicht. Was zunächst mal wie eine ausweichende Antwort klingen mag, hat in meinen Augen durchaus eine Daseinsberechtigung. Ich denke, dass die Zeitungsbranche sich deutlich ausdünnen wird. Große Zeitungen werden überleben, aber unter Umständen ihre Erscheinungsstrategie anpassen. Schon jetzt gibt es in den USA Zeitungen, die nur am Wochenende in gedruckter Form erscheinen und ansonsten rein elektronisch. Das scheint in meinen Augen die Zukunft zu sein. Auch vor dem Hintergrund, dass der Leser bzw. ganz allgemein der Rezipient dazu tendiert, seine Informationen vorzufiltern. Vielleicht gibt es dann auch schon die ersten Print-On-Demand-Tagespublikationen. Sicherlich ein interessanter Aspekt. Aber in meinen Augen müssen wir uns von der Tageszeitung wie wir sie heute kennen über kurz oder lang verabschieden.

Und Zeitschriften?

Ja. Da Zeitschriften ja andere Lesegewohnheiten bedienen und andere Erscheinungszyklen haben, werden diese auch auf längere Sicht noch existieren können. Ob aber die Vielfalt an Zeitschriften bestehen bleibt (Laura, Lisa, Gerlinde, Roswitha, Sabine, Sandra und wie sie alle heißen mal als Beispiel genommen) wage ich zu bezweifeln, glaube aber nicht, dass der Verlust so irrsinnig groß sein wird. Ich würde wetten, das die Redundanz der Artikel in diesen Publikationen ganz erstaunlich ist, wenn sich mal jemand die Mühe machen würde, das zu vergleichen. Also lautet mein Fazit für Zeitschriften: Qualität statt Quantität.

Wie sieht es denn mit dem Radio aus?

Aus bestimmten Lebensbereichen – Auto fahren, Spülen, Bügeln usw. – ist das Radio nicht wegzudenken. Ob es allerdings immer noch über die gleichen Techniken übertragen wird wie heute, oder ob es nicht vielmehr übers Netz gestreamt wird, bleibt abzuwarten. In seiner heutigen Form würde das Internet eine solche flächendeckende Belastung vermutlich nicht aushalten. Man bedenke nur den Bandbreitenzuwachs, der entstehen würde, wenn alle terrestrischen Radiosender nur noch über das Internet empfangbar wären und die Hörer auch alle diese Möglichkeit nutzen würden. Oha. Auch hier bleibt die Frage ob neue technische Möglichkeiten nicht auch neue Möglichkeiten in der Individualisierung des Programms mit sich bringen.

Dann gibt es ja noch das Fernsehen…

Hier ist die Frage tatsächlich am interessantesten. Wie lange wird der Zuschauer die intellektuelle und optische Beleidigung auf breiter Front noch tolerieren? Oder wird es gar noch schlimmer? Für wie dumm lassen wir uns verkaufen? Meine stille Hoffnung ist es auch hier, dass der Umschwung von Quantität zu Qualität passiert. Wegen mir können auch 5 oder 6 TV-Sender dran glauben und den Sendebetrieb einstellen – es gibt dramatischere Verluste. Ich habe nichts gegen qualitativ hochwertige Produktionen, seien es Serien, TV-Filme, Kinofilme, Reportagen oder Talkshows. Sie müssen einfach gut sein. Ich habe keine Lust, mich mit billig produziertem und vor allem billig anmutenden Schrott bespielen zu lassen. Ich bin sogar bereit, für hochwertige und wertvolle Inhalte zu bezahlen. Ich zahle GEZ. Auch wenn ich das System als solches für überholt und alles andere als zeitgemäß halte, aber das ist eine andere Diskussion. Eine Kulturflatrate fände ich tatsächlich sehr angenehm.

Was wird also passieren?

Die Medienlandschaft wird sich verändern. Soviel ist klar. Medien sterben, Medien entstehen neu. Neue Verbreitungskanäle werden erschlossen, vor allem diejenigen, die dem Nutzer ein individuelles Zusammenstellen seines Medienportfolios eröffnen. Neue technische Möglichkeiten machen Dinge möglich, von denen wir vor ein paar Jahren noch geträumt haben. Dafür bleiben andere Medien und Kanäle auf der Strecke. Aber was solls? Wer nicht mit der Zeit gehen möchte, bleibt nunmal irgendwann auf der Strecke. Schlieslich hat es auch gute und nachvollziehbare Gründe, dass es heute keine Stummfilme mehr gibt. Vermisst sie jemand? Außer vor dem Hintergrund, dass uns so vielleicht Till Schweigers Organ erspart geblieben wäre? 

Man darf also gespannt sein. Auch wenn ich hier sicherlich keine neuen Erkenntnisse produziert habe, war mir diese kleine Einblick in meine persönliche Meinung doch wichtig. Auch hier freue ich mich über Meinungen und Diskussionen in den Kommentaren.

henrikg Medien ,

…geeks auf tour

February 17th, 2009

 

Geeks unter sich auf der pl0gbar in Köln

Geeks unter sich auf der pl0gbar in Köln

Aufgenommen von icedsoul auf der pl0gbar in Köln am 10. Februar 2009. Ich wollts doch einfach mal zeigen ;-)

henrikg Kommunikation, Medien

…organisation, gtd und überhaupt

February 16th, 2009

Ich habe mal darüber nachgedacht, wie ich meine ganzen Aktivitäten so sortiere, nachdem ich es endlich geschafft habe, mich dank diverser Tools zu organisieren. Und vielleicht kann mir der eine oder andere von euch ja sogar einen guten Tipp geben, der für ihn oder sie funktioniert. Ich bin ja gerne bereit, neue Dinge hinzuzulernen und auszuprobieren.

eMails:

Schon aus Prinzip mit OS X Mail. Dort werden alle meine Mailaccounts abgefragt und dank diverser Filterregeln automatisiert in verschiedene Ordner sortiert, farbcodiert und geflaggt. Das hilft mir tatsächlich den Überblick zu behalten, da ich so auf einen Blick beispielsweise Mails von meinem Firmenaccount von anderen Mails unterscheiden kann. Auch hilft mir DockStar, welches mir je nach Mail unterschiedliche Farbcodierungen anzeigt und so das normale “ungelesene Mails”-Sternchen auf insgesamt 5 Anzeigen erweitert. Unterwegs lese ich auf meinem iPhone nur die drei wichtigsten Accounts mit.

Kalender:

Auch hier nutze ich die mitgelieferten Programme, also iCal. Ich habe verschiedene Kalender für verschiedene Aufgaben angelegt, zum Beispiel auch einen Kalender, welcher zeitgesteuert Skripte ausführt. Zum Beispiel die Datensicherung meiner Bachelorthesisdaten auf meiner Dropbox alle zwei Tage, was mir tatsächlich schon einmal den Kopf gerettet hat. Logischerweise werden die Kalender auch alle mit dem iPhone synchronisiert.

Bookmarks:

Das lokale Ablegen von Bookmarks habe ich mir schon lange abgewöhnt. Nachdem allerdings mein delicious-Account auf über 800 Bookmarks angeschwollen ist, die alle auch nicht besonders sinnvoll verschlagwortet waren, habe ich einen zweiten Account angelegt, den ich immer dann ein wenig sortiere, wenn ich die Zeit dazu finde. Dieser Account ist noch nicht öffentlich zugänglich, aber über kurz oder lang werde ich auf diesen Account wechseln und den alten Account löschen. Mittlerweile bespiele ich diese beiden Accounts parallel über Mento, wo meine Bookmarks also auch gespeichert werden. Dank Bookmarks kann ich auch über das iPhone auf meine Bookmarks zugreifen.

RSS:

Die meisten meiner Informationen beziehe ich nicht über Webseiten sondern über Feeds. Diese lese ich mit NetNewsWire, wo ich diverse Ordner und Unterordner angelegt habe. Mein NewsGator-Account wird mit dem iPhone synchronisiert, so dass ich auch unterwegs meine Feeds lesen kann, wenn ich möchte.

ToDos:

Meine ToDos waren lange Zeit mein größtes Problem. Aufgaben in iCal waren nicht das Wahre, ein einfaches Notieren per Notizzettel auch nicht. Jetzt habe ich mit ToodleDo und der passenden iPhone-Applikation eine gute Möglichkeit gefunden, mich zu organisieren. Aufgaben werden automatisch nach Priorität sortiert und da ich mir die Webseite dank Fluid in eine Applikation verwandelt habe, kann ich jederzeit neue Aufgaben hinzufügen, ohne die Webseite im Browser halten zu müssen.

Notizen:

Ich sage nur Evernote. Evernote ist für mich die absolute Notiz-Killerapplikation. Dank Integration ins System, ins Web und aufs iPhone kann ich nun überall schnelle Notizen aufnehmen und überall darauf zugreifen.

Sollte ich das eine oder andere vergessen haben, zögert nicht, mich per Kommentarfunktion zu fragen – oder natürlich um Tipps und Tricks loszuwerden, die mir entgangen sein sollten.

henrikg Interna , ,

…gedächtnisleistungen

February 11th, 2009

Da war ich doch gestern des nächtens hochüberrascht von der Leistung der schwammigen Masse zwischen meinen Ohren. Folgendes ist passiert:

Irgendwie ist es mir zu einer lieben Gewohnheit geworden, abends zum Einschlafen mittels iPhone und meinem wunderbar praktischen iPhone-Dock-Lautsprecher-Wecker-Ding das eine oder andere Hörspiel zu hören. 

TKKG.

Keine Diskussionen jetzt. Ich mag auch Die Drei ???.

Auf jeden Fall hatte ich dann eine Folge im Ohr, die ich mehr oder weniger auswendig mitsprechen konnte. Das kam mir komisch vor, da ich sie nicht vorher gehört hatte, weil sich dank ein paar intelligenter Wiedergabelisten nur ungehörte Folgen auf dem Telefon befinden. Was war also?

Ich bin aus früheren Zeiten tatsächlich noch Besitzer zweier TKKG-Kassetten (ich gebe zu ich bin spät zum Hörspiel gekommen. Ich hatte auch nur eine Knight Rider-Kassette und Zurück in die Zukunft 1-3. Mehr nicht.) und tatsächlich handelte es sich um eine der Folgen, die ich auch auf Kassette besitze. Aber mindestens schon seit 17 Jahren – mal grob geschätzt jetzt – nicht mehr gehört habe. Aber offensichtlich ist da subfontanell irgendetwas hängengeblieben. Und da war ich doch mal wieder erstaunt, wieviel Mist sich so ein Hirn merken kann.

Und warum sich das Hirn nicht merkt, dass ich über Dachschrägen verfüge und ich mir daher gerne mal den Kopf stoße, das ist eine ganz andere Frage.

henrikg Interna

…krankheitspause

February 10th, 2009

Da ist man mal ein paar Tage krank und schon läuft das schöne kleine Blog aus dem Ruder. 

Keiner besucht es, außer die Spammer und die hinterlassen Spuren – zwar nur im Akismet, aber immerhin.

Ich hätte es ja nicht gedacht, aber es hat mich erwischt. Letzte Woche in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Irgendeine bakterielle Infektion, die mich für zwei Tage sowas von erledigt hat, wie ich es eigentlich noch nie erlebt habe. 20 Stunden Schlaf am Tag und in den restlichen 4 Stunden das Gefühl, als wenn ein sehr dicker Mensch auf einem genächtigt hat. Meine Güte. Mir tat tatsächlich ziemlich genau jedes verfügbare Gelenk weh – und ein paar gelenkfreie Stellen auch noch. Nach 5 Tagen Antibiotikum geht es mir mittlerweile vergleichsweise wieder gut, obwohl ich mich immer noch schlapp und angeschlagen fühle. Außerdem verfüge ich jetzt über einen Husten, der jeden Hafenarbeiter neidisch werden lässt. Tolle Sache, vielleicht kann ich das ja mal gewinnbringend einsetzen. Synchronhusten ist ja vielleicht the next big thing.

Nichtsdestotrotz hat es mich aber durchaus nicht alleine dahin gerafft und die Firma verfügt momentan über einen historischen Krankenhöchststand, so dass ich mich tagsüber streckenweise schon ein wenig alleine fühle. Aber immerhin kann man so die reichlich vorhandene Musik angenehm laut machen.

Und dabei wieder eindgültig gesunden. Rock on ;-)

henrikg Interna

…relevante medien

February 2nd, 2009

Heute kam für mich die Frage auf, welche Medien welche Relevanz für welche Zielgruppe haben. Daran angeknüpft natürlich auch die Frage, welche Medien je nach Zielgruppe eine höhere oder geringere Glaubwürdigkeit oder Reputation geniessen.

Diese Frage treibt mich natürlich eigentlich schon länger um, schliesslich handelt es sich für mich bei Medien und Mediennutzung nicht nur um eine berufliche sondern auch um eine Berufungssache (Auch etwas worüber ich mal bloggen könnte und sollte. Ich mache eine Aktennotiz.)

Ich für meinen Teil glaube ja folgendes und würde mich freuen – auch wenn ich diese unsäglichen Bogstöckchen hasse – wenn zumindestens in den Kommentaren zu diesem Eintrag ein paar meiner noch recht wenigen Leser ihre Meinung zu dem Thema kundtun würden:

Die klassischen Medien wie Fernsehen, Radio und Zeitungen haben für mich persönlich weitgehend ausgedient. 

90% des Fernsehprogramms sind eine zumindestens konzeptionelle, gerne auch mal intellektuelle und auch optische Beleidigung. 

Radio findet für mich im wesentlichen als Berieselung während der Autofahrten statt, hat aber hier eine gewisse Unantastbarkeit aufgrund der Unmittelbarkeit der Information – zumindestens bis es Verkehrsmeldungen als RSS-Feed gibt und Autoradios (oder ähnliche Geräte) die was damit anfangen können.

Zeitungen haben für mich allenfalls nostalgischen Reiz. Da ich meine Informationen zum aktuellen Weltgeschehen im Halbstundentakt über diverse RSS-Feeds beziehe, ist das abendliche Lesen der Zeitung für mich eher ein ritueller denn ein informativer Akt – wenn auch einer, den ich nicht unbedingt missen möchte. Ich denke, das verhält sich so ähnlich wie die alte mottenzerfressene Kuscheldecke, die zwar nichts mehr hergibt, aber dennoch nicht hergegeben werden möchte.

Ich für meinen Teil nähre meine Informationsbedürfnisse also im Wesentlichen online – seien es nun Weblogs, RSS-Feeds von Nachrichtenportalen, Microblogs wie Twitter oder was auch immer. Das sind die Kanäle über die ich mich ausreichend und vor allem umfassend informiert fühle.

Und damit gebe ich diese Frage auch schon an euch alle weiter und hoffe, dass ich ein paar interessante Antworten und vielleicht neue Einblicke bekomme.

henrikg Interna, Kommunikation, Medien ,

…kommunikation

January 29th, 2009

Mal von der Warte eines angehenden Mediendesigners aus betrachtet und auch noch mit der Nachwirkung meines ersten Barcamps…was ist es eigentlich, dass uns als professionelle Gestalter einzigartig macht? Was bringt unsere Auftraggeber und Arbeitgeber dazu, zu sagen Jawohl, den wollen wir haben.

Erschwerend hat sich in diese Reihe auch noch ein Gespräch mit meiner Freundin eingereiht. 

Dieses alles hat mich zu folgendem Ergebnis gebracht – das einzige Kapital, welches uns zur Verfügung steht und in meinen Augen das überhaupt wertvollste Gut in unserer heutigen Gesellschaftsstruktur ist die Kommunikation. Nicht nur die Kommunikation zwischen Menschen, sondern auch die Kommunikation zwischen Mensch und Ding, sei es eine Webseite, ein Buch, eine Zeitung oder Zeitschrift, ein Fernseh- oder Radioprogramm oder ein beliebiger anderer Kommunikationskanal.

Natürlich ist Fachwissen nach wie vor wichtig, keine Frage. Aber: Alle Hard Skills kann ich mir mit mehr oder weniger Mühe aneignen. Wissen in Layout- und Satzprogrammen, eine Programmiersprache oder vergleichbares lässt sich mit mehr oder weniger Aufwand (ich behaupte mal, dass die korrekte Anwendung eines deviantart-Pinsels weniger Fachwissen erfordert als eine AS3-Anwendung) erlernen und zunehmend besser anwenden. 

Was wirklich entscheidend ist, ist das, was landläufig unter dem Begriff Soft Skills durch unsere Köpfe geistert. Also das, was den Menschen neben seiner Fachkompetenz ausmacht – jeder freut sich, wenn der Programmierer auch ohne Unterstützung seiner Vorderextrimitäten aufrecht gehen kann und nicht bei geschäftlichen Meetings von Fliegen umschwärmt wird oder Sätze gerne mit Naklarmann beginnt.

Und ich glaube, gute und richtige Kommunikation kann man nur sehr schwer lernen. Logischerweise ist es weniger ein Problem, sich gesellschaftlichen Konventionen zu beugen, das tun wir mehr oder weniger ja alle. Das wirklich schwierige und die ständige Herausforderung, gerade in unserer Branche, aber auch in jeder anderen Branche besteht in der Kundenansprache, der daraus folgenden Kundengewinnung und schliesslich der langfristigen Kundenbindung. Und dieser Vorgang erfordert ein gehöriges Maß an kommunikativem Feingefühl.

Deswegen neige ich mittlerweile auch dazu, zu sagen Ich mache was mit Kommunikation. Mit Medien kann jeder was machen, jeder kann Pixel schubsen und Vektoren durch die Gegend schieben, jeder kann eine hochwertige digitale Fotoausrüstung kaufen und mit ein wenig Zeit auch passable Fotos hinbekommen. Aber gute und ehrliche Kommunikation für sich selbst und für seine Kunden planen und durchführen, das ist eine der schwierigen Aufgaben, die der Neffe des Geschäftsführers meistens nur sehr unzulänglich lösen kann.

Und Kommunikation muss glaubwürdig sein. Natürlich schauen Personalchefs mittlerweile bei den einschlägig bekannten Social Networks nach, natürlich googlen sie unsere Namen. Aber was ist schlimm daran, wenn ich als Kommunikationsprofi ein Profil im StudiVZ oder bei Facebook habe, ein selbstgeschriebenes Weblog, einen Account bei Youtube oder einen Twitter-Account. Das zeigt doch nur, dass ich in der Lage bin, diese Technologien zu beherrschen – vorausgesetzt natürlich, diese Seiten zeichnen ein realistisches Bild von mir und beschränken mich nicht auf einige wenige Aspekte meiner Person. Aber das sollte zu bewerkstelligen sein. Unrealistischer erscheint es mir, wenn ein Bewerber um einen kommunikatiiven Posten oder einen Kommunikationsauftrag im sozialen Netz faktisch nicht stattfindet.

Also verbleibe ich an dieser Stelle mit einem Appell um mehr Kommunikation – ein Appell übrigens, den ich seit mittlerweile über 5 Semestern an meine Kommilitonen richte, zugegebenermaßen mit mäßigem Erfolg. Und das halte ich für den größtmöglichen Fehler, den ein angehender Medienschaffender machen kann.

Denn Kommunikation schafft mir nicht nur eine gewisse Glaubwürdigkeit und Reputation, sondern vor allem ein Netzwerk. Und wenn ich als Einzelperson in ein gut funktionierendes Netzwerk mit anderen “Gleichgesinnten” eingebunden bin, kann mir rein von der kommunikativen Seite her gesehen, nichts großartiges mehr passieren.

Also bleibt mir nur der Appell: kommuniziert, wo es geht. Meldet euch – vernünftige Imagepflege vorausgesetzt – in sozialen Netzwerken und Diensten an. Nutzt moderne Kommunikationsmittel. Lasst euch sehen. Geht auf Kongresse, Barcamps, pl0gbars, Webmontage und was euch sonst noch so einfällt.

Aber tut es vor allem erst mal.

henrikg Kommunikation, Studium

…mein erstes barcamp (zweiter tag #dcc09 und nachlese)

January 25th, 2009

Mit dem heutigen Tage ging das erste designcamp cologne zu Ende. Und ich muss sagen, dass es mir Lust auf mehr gemacht hat, wie man ja so sagt. Nach meiner letzten Session könnte ich genauso gut sagen – das schmeckt nach mehr, aber dazu später.

Den ersten Tag habe ich ja wie bereits erwähnt mit @kopfbunt und @asphar verbracht, besser gesagt mit deren durchweg interessanten und gut gemachten Sessions, aus denen ich viel mitgenommen habe.

Der heutige Tag hat ein wenig später begonnen, auch wenn es bei mir nicht an der Barcamp-Party gelegen hat, die gestern abend stieg, sondern an einer anderen Party, für die ich mich vorher schon angekündigt hatte. Somit kam ich pünktlich zum Mittagessen an und traf direkt auf @kehrseite, @mika73 und @moeffju, die gestern noch auf der MBC in Hamburg waren.

Die erste Session, an der ich teilgenommen habe, war auch wieder von André (@asphar), der zunächst eine einstündige offene Fragerunde zu Photoshop gehalten hat und danach eine Methode zum Freistellen von Haaren demonstriert hat. Zwar war die Methode mir schon größtenteils bekannt, aber die Idee mit Dodge&Burn war mir neu und macht auch sehr viel Sinn, so dass ich sie auf jeden Fall übernehmen werde. Übrigens ein lustiges Detail, dass André mich zunächst für @dotdean gehalten hat…er und ich hatten nur zur gleichen Zeit das gleiche Hardwareproblem, mehr aber auch nicht ;-)

Die zweite Session und gleichzeitig auch die letzte des dcc wurde gehalten von Torsten Schöneich, der Gründer von Törtchen Törtchen, meinem erklärten Lieblingspatissier in Köln und überhaupt in der ganzen Welt. Achtung, schwerste Suchtgefahr. Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt. In einem unglaublich ansprechenden (visuell) und leckeren (mitgebrachte Pralinen aus eigener Herstellung) Vortrag habe ich viele interessante Dinge über die Herstellung und Verarbeitung von Schokolade erfahren. Und ich bin nachhaltig beeindruckt von der Liebe und der Passion mit der Torsten als Quereinsteiger sein Unternehmen führt, trotz aller Widrigkeiten, die später in der Diskussionsrunde geschildert wurden. Vielen Dank nochmal für dieses persönliche Highlight des ganzen Camps.

Und zu guter Letzt auch noch mal an dieser Stelle mein ausdrückliches Kompliment für Organisation, Ablauf, Teilnehmer, Sponsoren  und Vortragende des Camps. Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich es wird garantiert nicht mein letztes Barcamp gewesen sein.

henrikg barcamp ,

…designcamp cologne tag 1 – photoshop mit @asphar

January 24th, 2009

Meine zweite Session auf dem designcamp cologne 2009 ist eine Photoshop-Session von André M. Hünseler oder auch Asphar.

Wir bekommen auf einem recht dunklen Beamer ein paar Techniken, wie sich ein Bild illustrativ nachbearbeiten lässt, demonstriert. Dunkler Beamer passt in diesem Fall tatsächlich recht gut, handelt es sich doch um ein Gothic-Motiv ;-)

Damit auch alle eine Vorstellung davon bekommen, was wir hier so tun, gibt es hier den Link zu dem vorproduzierten Videotutorial von André.

henrikg barcamp ,

…designcamp cologne 2009 tag 1 (ein fortsetzungsroman)

January 24th, 2009

Gerade im Augenblick habe ich meine ersten Session auf meinem ersten Barcamp erfolgreich hiner mich gebracht. Es war auch gar nicht weiter schwierig, ich habe einfach nur zuhören und geniessen müssen.

Malte Christensen von kopfbunt.de hat in einem wunderbar gestalteten Vortrag über die Etablierung als Designer geredet. Die daraufhin entstandene Diskussion hat für mich als Angestellten erwartungsgemäß nicht die Relevanz gehabt, die sie als Freelancer gehabt hätte – aber wer weiß, für wann es mal gut ist. Jedenfalls gab es einige interessante Einblicke.

Jetzt werde ich mich erstmal dem Mittagessen widmen, nachdem ich schon den einen oder anderen Kaffee getrunken habe und melde mich später von gleicher Stelle wieder.

henrikg barcamp ,