…relevante medien
Heute kam für mich die Frage auf, welche Medien welche Relevanz für welche Zielgruppe haben. Daran angeknüpft natürlich auch die Frage, welche Medien je nach Zielgruppe eine höhere oder geringere Glaubwürdigkeit oder Reputation geniessen.
Diese Frage treibt mich natürlich eigentlich schon länger um, schliesslich handelt es sich für mich bei Medien und Mediennutzung nicht nur um eine berufliche sondern auch um eine Berufungssache (Auch etwas worüber ich mal bloggen könnte und sollte. Ich mache eine Aktennotiz.)
Ich für meinen Teil glaube ja folgendes und würde mich freuen – auch wenn ich diese unsäglichen Bogstöckchen hasse – wenn zumindestens in den Kommentaren zu diesem Eintrag ein paar meiner noch recht wenigen Leser ihre Meinung zu dem Thema kundtun würden:
Die klassischen Medien wie Fernsehen, Radio und Zeitungen haben für mich persönlich weitgehend ausgedient.
90% des Fernsehprogramms sind eine zumindestens konzeptionelle, gerne auch mal intellektuelle und auch optische Beleidigung.
Radio findet für mich im wesentlichen als Berieselung während der Autofahrten statt, hat aber hier eine gewisse Unantastbarkeit aufgrund der Unmittelbarkeit der Information – zumindestens bis es Verkehrsmeldungen als RSS-Feed gibt und Autoradios (oder ähnliche Geräte) die was damit anfangen können.
Zeitungen haben für mich allenfalls nostalgischen Reiz. Da ich meine Informationen zum aktuellen Weltgeschehen im Halbstundentakt über diverse RSS-Feeds beziehe, ist das abendliche Lesen der Zeitung für mich eher ein ritueller denn ein informativer Akt – wenn auch einer, den ich nicht unbedingt missen möchte. Ich denke, das verhält sich so ähnlich wie die alte mottenzerfressene Kuscheldecke, die zwar nichts mehr hergibt, aber dennoch nicht hergegeben werden möchte.
Ich für meinen Teil nähre meine Informationsbedürfnisse also im Wesentlichen online – seien es nun Weblogs, RSS-Feeds von Nachrichtenportalen, Microblogs wie Twitter oder was auch immer. Das sind die Kanäle über die ich mich ausreichend und vor allem umfassend informiert fühle.
Und damit gebe ich diese Frage auch schon an euch alle weiter und hoffe, dass ich ein paar interessante Antworten und vielleicht neue Einblicke bekomme.

Hi,
… ich lag schon im Bett und hab auf meinem iPhone noch deinen Blog gelesen, während ich von einem Podcast der “Avant-Garde All the time” berieselt wurde und dachte: “Klasse, was man alles im Urlaub schönes macht.” Nun habe ich mich aber nochmal aufgerichtet um dir einen Kommentar ab zu geben, denn ich finde deine Entwicklung bemerkenswert, wie du dir deine eigene Informationsarchitektur aus RSS, Blog und anderen Feeds konstruierst. Ich mache das ähnlich, doch bei mir erkenne ich eine eher gegensätzliche Entwicklung. Da ich zu oft das Gefühl bekomme, in dem medialen Rauschen nicht das Richtige heraus zu hören und mich die Masse an Informationsquellen im Netz fasziniert, aber auch oft nachdenklich und kritisch macht. Deswegen kauf ich mir gerne Samstags die FAZ oder begnüge mich mit der tagesschau (Heute als Podcast). Medien, denen ich schon länger “traue”. Wobei ich dann auch oft feststelle, dass mir die wichtigsten Infos schon übers Macbook erstrahlten. Nun ja, vielleicht bin ich noch in einer Abnabelungsphase, oder suche Kontrolle, Vergleiche, aber ich habe mich doch öfter erwischt, wie ich die letzte Zeit mit Zeitung Happy war, obwohl ich phasenweise drauf verzichtet hatte.
g,
rené